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Meine Woche in Brüssel

Die Terroranschläge in Brüssel bestimmen immer noch die Nachrichten. Vergangene Woche habe ich mich mit dem Flughafen-Seelsorger von Zaventem getroffen und gefragt, wie er sich fühlt.

Vor dem Interview musste ich allerdings überlegen, wie ich zum Treffpunkt komme. Der Flughafen-Seelsorger Michel Gaillard hatte mir vorgeschlagen, dass wir uns am Ausgang der “Haftzentren” (Detention centers) am Flughafen treffen. Dass es diese Haftzentren, die auch auf den griechischen Inseln immer wieder in die Kritik geraten, auch in Brüssel gibt, war mir bis dahin nicht bewusst. Leider fuhren weder Busse noch Bahnen zum Flughafen, deshalb suchte ich die nächstgelegene Bahnstation und wollte dann mit dem Taxi den Rest fahren. Anscheinend hatten auch andere diese Idee, denn ich musste fünf verschiedene Taxi-Unternehmen anrufen, bis ich erfolgreich war. Nach ein paar Minuten traf ich Gaillard vor den Haftzentren und wir fuhren gemeinsam zum Flughafen.

Es war ein bewegendes Interview. Wir saßen im Auto, weil der Flughafen noch gesperrt war. Den Priester hatten die Bilder und Geschichten der Opfer mitgenommen. Wer interessiert ist, kann das Interview mit Michel Gaillard auf der Internetseite des Domradios nachlesen.

Migration ist eines der Top-Themen diese Woche in Brüssel. Am Montag ist das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei in Kraft getreten und am Mittwoch wird die Reform des sogenannten Dublin-Systems vorgestellt. Die Dublin-Verordnung regelt welches EU-Land für ein Asylverfahren zuständig ist.

Hallo aus Brüssel

Über zwei Jahre gab es hier keine Neuigkeiten. Das soll sich in den kommenden Wochen wieder ändern. Nach zweieinhalb Jahren als Redakteurin im Europäischen Parlament, habe ich im Februar begonnen, für die Katholische Nachrichten-Agentur zu berichten – aus Brüssel.

An dieser Stelle möchte ich Einblicke in den Korrespondenten-Leben und den Alltag in Brüssel geben. Bis es soweit ist, könnt ihr mir gerne auf Twitter oder Snapchat unter dem Namen z_ska folgen.

Die erste Woche war auf jeden Fall schon spannend. Neben Pressekonferenzen, Interviews und Veranstaltungen war “Networking” angesagt. In Brüssel wird überall und zu jeder Zeit “genetworked”. Wörtlich übersetzt heißt es Vernetzung. In Brüssel bedeutet es: Menschen kennenlernen, sich mit ihnen über aktuelle EU-Themen und anderes austauschen, Kontakte knüpfen. Meistens passiert es in Brüssel bei Empfängen am Abend, bei einem Kaffee oder “Lunch” (Mittagessen). Auf jeden Fall dabei haben sollte man seine Visitenkarte.

Hello again!

Hello again! After a pause of almost three years this blog will be alive again. Soon.

In a nutshell: After working two and a half years for the Web-Communication of the European Parliament, I started to work as a journalist for the Catholic News Agency. Guess where! In Brussels :)

What can you expect? Behind the scenes stories from correspondent life in Brussels.

In the meantime you can follow me on Twitter and Snapchat under the name z_ska.

Youth Unemployment: What Do Trainees in Brussels Think?

22,8 percent of the young people in Europe were unemployed in 2012. Everybody speaks about youth unemployment, however, I have the feeling that we rarely listen how young people themselves perceive the situation. Though, in Germany the situation is said to be good, I doubt that it is easy to find a job for young people. I asked the trainees in my office how they feel about the employment crisis in their countries.

Italien, 38,40 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

Marta Nathansohn, 24, Milan

„Junge Italiener, die die Möglichkeit haben, das Land zu verlassen, suchen Arbeit im Ausland. Denn selbst mit den richtigen Qualifikationen findet man im Moment keinen zufriedenstellenden Job.“

Kroatien, 51,60 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

Andrea Hržić, 23, Rijeka

„Die Jugendarbeitslosigkeit in Kroatien ist so hoch wie nie. Studenten finden keine Jobs, viele arbeiten in Bars oder kleinen Läden, manche studieren sogar verschiedene Fächer gleichzeitig. Mit dem Eintritt in die Europäische Union hoffen nun viele, dass sie ins Ausland gehen können und dort einen Job finden.“

Großbritannien, 20,70 Prozent Jugendarbeitslosigkeit

Bryony Clarke, 23, Horsham

„Studenten versuchen, so viele Praktika zu machen wie sie können und ich glaube viele sind darauf vorbereitet, umsonst zu arbeiten. Für die Generationen vor uns wäre das wahrscheinlich undenkbar gewesen, aber ein guter Abschluss und ein paar Praktika garantieren dir gar nichts. Junge Menschen sind verzweifelt und arbeiten noch härter an sich.“

If you are interested, what the young people from Greece, Bulgaria or Malta think, you can see my story about youth unemployment on the Europe blog of the Konrad-Adenauer-Foundation in German.

 

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Tag der offenen Tür im EP & Schuman-Erklärung

Am Samstag (4. Mai) war Tag der offenen Tür im Europäischen Parlament und man konnte ausprobieren, wie die EU-Abgeordneten wählen oder ein Foto mit Martin Schulz – aber leider nur dem Pappfoto – bekommen. Fotos vom Tag der offenen Tür findet ihr hier. Wenn ihr wissen wollt, was nächste Woche beim Europäischen Parlament auf der Agenda steht, hört rein.

Brüssel vermisst den Frühling & Geburtstag der Europäischen Bürgerinitiativen

Wie überall in Europa hält der Winter auch in Brüssel an. Aber bei den ersten Sonnenstrahlen sitzen alle vor dem Europaparlament und genießen die Sonne.

Am Montag feiern die Europäischen Bürgerinitiativen ihren ersten Geburtstag. Die erste registrierte Bürgerinitiative ist Fraternité 2020 und endet im November 2013. Mehr darüber in meinem Podcast!

Passend zu Ostern findet ihr unter dem Podcast noch die Infografik zu Eiern in Europa. In welchem Land werden am meisten Eier gegessen und wusstet ihr, dass die EU Eier nach Angola exportiert?

Eier in der EU

 

© Erstellt vom Europäischen Parlament

Black Box Brussels (1): Weltfrauentag und Myanmar

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Der erste Tag in Brüssel ist geschafft. Zur Einstimmung könnt ihr in meinem ersten Podcast hören, was ihr hier in den nächsten fünf Monaten erwarten könnt und was diese Woche noch in Brüssel passieren wird.

Was hier entsteht …

“Brüssel? Passiert da überhaupt irgendwas?”, werde ich beim Mittagessen in München gefragt. Brüssel, eine Stadt in Belgien, halb französisch – halb flämisch und europäisch. In der zweigeteilten Stadt sind die Institutionen der Europäischen Union zu Hause. Von März bis Juli werde ich als Trainee des Europäischen Parlaments den politischen Alltag im Herzen Europas live miterleben. An dieser Stelle werdet ihr jede Woche einen Podcast von mir finden. Ich erzähle, was sich in der Woche in der europäischen Hauptstadt so getan hat, etwas über meine persönlichen Erfahrungen als Praktikantin in der EU-Bubble, verständliche Informationen und Hintergründe zu aktuellen europäischen Debatten und vielleicht auch mal ein Interview.