Meine Woche in Brüssel

Die Terroranschläge in Brüssel bestimmen immer noch die Nachrichten. Vergangene Woche habe ich mich mit dem Flughafen-Seelsorger von Zaventem getroffen und gefragt, wie er sich fühlt.

Vor dem Interview musste ich allerdings überlegen, wie ich zum Treffpunkt komme. Der Flughafen-Seelsorger Michel Gaillard hatte mir vorgeschlagen, dass wir uns am Ausgang der “Haftzentren” (Detention centers) am Flughafen treffen. Dass es diese Haftzentren, die auch auf den griechischen Inseln immer wieder in die Kritik geraten, auch in Brüssel gibt, war mir bis dahin nicht bewusst. Leider fuhren weder Busse noch Bahnen zum Flughafen, deshalb suchte ich die nächstgelegene Bahnstation und wollte dann mit dem Taxi den Rest fahren. Anscheinend hatten auch andere diese Idee, denn ich musste fünf verschiedene Taxi-Unternehmen anrufen, bis ich erfolgreich war. Nach ein paar Minuten traf ich Gaillard vor den Haftzentren und wir fuhren gemeinsam zum Flughafen.

Es war ein bewegendes Interview. Wir saßen im Auto, weil der Flughafen noch gesperrt war. Den Priester hatten die Bilder und Geschichten der Opfer mitgenommen. Wer interessiert ist, kann das Interview mit Michel Gaillard auf der Internetseite des Domradios nachlesen.

Migration ist eines der Top-Themen diese Woche in Brüssel. Am Montag ist das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei in Kraft getreten und am Mittwoch wird die Reform des sogenannten Dublin-Systems vorgestellt. Die Dublin-Verordnung regelt welches EU-Land für ein Asylverfahren zuständig ist.

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